Autismus & Darmflora: Clostridien im Darm

Es ist schon verrückt. Da habe ich gerade erst den Artikel zum Thema Darmflora aufbauen und Darmsanierung geschrieben, da sehe ich im TV ein Video zum Thema Autismus und Darmflora. Außerdem habe ich in einem anderen Gesundheitsblog, den ich regelmäßig und sehr gerne lese, noch zusätzlich einen Artikel zu dem Thema gefunden: http://naturheilt.com/blog/autismus-durch-gestoerte-darmflora-2012/

Ich will dir aber kurz zusammenfassen, worum es geht:

Gestörte Darmflora

In dem Video wird berichtet, dass bei den untersuchten autistischen Kindern eine gestörte Darmflora, verursacht durch eine Antibiotika-„Therapie“, gefunden wurde. (Ich bin kein Feind von lebensnotwendigen Antibiotikaeinsätzen, nur sollte sich die Medizin wieder den klassischen, bewährten Heilmitteln entsinnen.)

Clostridien

Das Besondere: Die krankmachenden Bakterien waren Clostridien, deren Stoffwechselprodukt Propionsäure in Versuchen an Ratten einen Zustand verursachte, welcher an Autismus erinnerte.

In dem Film wurden die Clostridien mit Vancomycin bekämpft, ein Reserve-Antibiotikum, welches nur zum Einsatz kommt, wenn nichts anderes mehr geht.

Während der Therapie ging es dem autistischem Jungen viel besser und er war zu Dingen fähig, die die Mutter gar nicht mehr für möglich gehalten hatte.

Clostridien bilden aber antibiotikaresistente Sporen, die so also auch resistent gegen dieses Antibiotikum waren. Tja, das Glück währte nicht lange, denn irgendwann musste das teure Antibiotikum ja auch mal abgesetzt werden. Die Clostridien kamen aufgrund der Sporen wieder zurück.

Probiotika

Aber mit gesunden Milchsäure- bzw. Bifidobakterien kann man Fäulnisbakterien wie Clostridien zurückdrängen. Damit gelang es auch im Film eine gewisse Besserung zu erreichen. Aber wie ich in diesem Artikel „Darmflora aufbauen“ erwähne, reichen Zugaben von Probiotika nicht aus. Vor allem, wenn man sich sonst weiter ungesund ernährt. Eine komplette Darmsanierung mit Darmreinigung 

Präbiotika

Probiotika im Zusammenspiel mit Präbiotika* haben einen viel größeren Effekt. Es gibt diesbezüglich auch eine vielversprechende Studie, die ich auch im Artikel Darmflora aufbauen erwähne.

Stuhltransplantation

Die Stuhltransplantation wurde als Behandlungsmethode gegen Clostridium Difficile entwickelt. Falls dich das Thema interessiert, hier mehr dazu: Stuhltransplantation

Casein und Gluten

Im Video wird zudem erwähnt, dass es von Vorteil sein soll, wenn man Gluten und Casein, also Getreide und Milchprodukte weglässt. Also Lebensmittel, welche evolutionär gesehen noch nicht allzu lang auf unserem Speiseplan stehen. Ganz im Sinne der Paleo- bzw. Steinzeiternährung (nicht als kurzfristige Diät). Dazu könnte dich auch dieser Artikel interessieren: http://www.urgeschmack.de/autismus-therapie-durch-ernahrung/

Aber nun hier das Video von Arte.

Video

Das Video ist leider nicht mehr online. Zumindest aber dieser Bericht:

http://future.arte.tv/de/wird-autismus-von-bakterien-hervorgerufen?language=fr

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3 Gedanken zu „Autismus & Darmflora: Clostridien im Darm“

  1. Hallo mein Sohn ist 3 jahre und hat Eine Autismus Spektrum Störung ich recherchierte sehr viel und habe mir aufgrund eines Artikels im Spiegel üner den Zusammenhang zwischen Autismus und Ernährung sehr viele Gedanken gemacht daraufhin habe ich eine Darmreinigung oral über mehrere Wochen durchgeführt und seine Ernährung umgestellt auf Gluten – und Casein frei mein Sohn hat angefangen zu reden und ist wie ausgewechselt er hat kaum Verdauungsstörungen mehr und ist viel offener ich bin davon überzeugt das seine autistischen Symptome durch ein Ungleichgewicht der Darmflora zustande kamen bzw. Verstärkt wurden.

    Beste Grüße

    MIRAKI

    Antworten
    • Hi Miraki,

      danke für deinen Kommentar. Das sind doch sehr gute Nachrichten für andere Betroffene. Magst du noch ein wenig mehr berichten? Wie hast du die Darmreinigung durchgeführt etc. pp?

      LG und Danke! :-)
      Philipp

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  2. Naja, also ich bin Autistin, ernähre mich schon sehr lange Paleo und bin dadurch nicht geheilt! Klar es gibt Symptome, die durch die Ernährung verschwunden sind, einige wurden gemildert, aber ich bin immer noch durch und durch autistisch. Daran wird sich auch so fix nichts ändern.
    Vielleicht wirke ich für Außenstehende nicht mehr wie eine Autistin, bin es aber dennoch. Ich finde es vermessen und übergriffig, zu behaupten, ein Autist wäre geheilt, nur weil er rein äußerlich nicht mehr autistisch wirkt. Meine Denkstruktur ist nach wie vor autistisch, meine Wahrnehmung ist größtenteils autistisch und auch mein inneres Empfinden ist autistisch geblieben. Und, ganz ehrlich: das ist auch gut so! Ich möchte nicht geheilt werden. Der Autismus ist so tief mit meiner Persönlichkeit verwurzelt, das es einem Identitätsraub gleich käme, würde man mich heilen. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass es sich Eltern für ihr Kind anders wünschen…..
    LG vom Planeten F84.5,
    Esther

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